Aktuelles zur Grippewelle

Mrz 12, 2018 | ABNW-News

Das Robert-Koch-Institut berichtet nach Auswertung der 9. Kalenderwoche dieses Jahres erstmals von einem Rückgang der Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in ganz Deutschland. Die labordiagnostisch bestätigten Influenzafälle sind allerdings weiterhin auf einem hohen Stand. So wurden in der Woche vom 24.02. – 02.03.2018 weitere 42.406 Fälle an das RKI übermittelt. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle steigt seit der 40. Kalenderwoche 2017 somit auf insgesamt 165.489. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden bis zum Ende der Grippewelle insgesamt rund 114.000 labordiagnostisch bestätigte Fälle gemeldet.

Ursächlich für die meisten Fälle in dieser Saison war das Influenza B-Virus. 73% der Isolate enthielten diesen Subtyp, gefolgt von Influenza A (H1N1) mit 23% und Influenza A (H3N2) mit 3%. Das Influenza- B-Virus löst im Vergleich zu den anderen Subtypen auch vermehrt bei jungen Menschen die Grippesymptomatik aus. Dies könnte auch eine Ursache für den hohen Konsultationsindex sein, da besonders berufstätige Patienten den Arzt zur Ausstellung eines Krankenscheines aufsuchen. In dieser Saison waren 2,9% der Einwohner bundesweit aufgrund von respiratorischen Infekten beim Arzt vorstellig. In der 8. Kalenderwoche des Jahres 2018 waren es sogar über 3%, so viele wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Abb: Influenzameldedaten der Saison 2017/2018 für Sachsen laut Infektionsschutzgesetz
Quelle: https://influenza.rki.de/Diagrams.aspx?agiRegion=9, abgerufen am: 09.03.2018

Sachsen reiht sich in die allgemeine Situation ein. Auch im Freistaat ist die Aktivität der Influenzaviren stark erhöht. So wurden in der 9. Kalenderwoche allein für Sachsen über 5000 Influenzafälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet.

Besonders in den letzten 2 Wochen meldete das Robert-Koch-Institut eine starke Aktivität der akuten respiratorischen Erkrankungen. Das volle Ausmaß der diesjährigen Grippewelle lässt sich allerdings erst zum Ende der Saison einschätzen.