EFRE-Förderprojekte „Antibiotikanetzwerk“ und „Tumornetzwerk“ vertreten das Klinikum St. Georg am sächsischen Krankenhaustag 2019 in Dresden

Sep 2, 2019 | ABNW-News

Auf dem diesjährigen sächsischen Krankenhaustag diskutierten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft unter dem Titel „Krankenhäuser – zwischen Regulierung und Flexibilität“

Hubertus Jaeger, Vorsitzender des Vorstandes der Krankenhausgesellschaft Sachsen, kritisierte in seiner Eröffnungsrede die Vielzahl der regulatorischen Eingriffe durch die Bundesgesetzgebung und den damit verbundenen immensen Bürokratieaufwand. Um den wachsenden Ansprüchen der medizinischen Versorgung, insbesondere in den ländlichen Gebieten Sachsens gerecht zu werden, braucht es Innovationen und vor allem Investitionen. „Digitalisierung und medizinisch-technischer Fortschritt ist nicht zum Nulltarif zu haben“, so Jaeger. In drei parallelen Fachforen standen danach wichtige Einzelthemen wie „Strukturentwicklung“, „Krankenhausfinanzierung“ und „Pflege und Personal“ im Fokus. Hier wurde intensiv unter anderen Themen über Zentralisierung und die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung mitsamt seinen finanziellen Auswirkungen diskutiert. Die sächsischen Krankenhäuser werden diesbezüglich Ihre Forderungen an die neu gewählte Regierung stellen.

Einig waren sich die Diskutanten und Teilnehmer darin, dass mit der zunehmenden Bedeutung der Krankenhäuser sowohl für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung, als auch für die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses, dringend ein Bürokratieabbau und eine Flexibilisierung der Rahmenbedingungen erforderlich sind.

Der Sächsische Krankenhaustag 2019 wurde durch eine Ausstellung sächsischer Krankenhäuser und Krankenhausverbünde zu ausgewählten und innovativen Versorgungsprojekten ergänzt. Frau Dr. Lakowa (Projektleiterin beider Projekte) und Ihre Teamkollegen vertraten an dieser Stelle das Klinikum St. Georg und stellten die beiden EFRE geförderten Projekte „Antibiotikanetzwerk Sachsen“ und „Tumornetzwerk Sachsen“ vor. So interessierten sich die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Frau Barbara Klepsch gemeinsam mit Herrn Dr. Helm, Geschäftsführer der sächsischen Krankenhausgesellschaft und Herr Hubertus Jäger für den Fortgang beider Projekte. Darüber hinaus konnte die bereits entwickelte Anwendung „ABx-eKonsil“, die der Beratung bei Fragen zur antiinfektiven Therapie dient, demonstriert werden.